Zur Botanik des Kürbises


Der Kürbis zählt botanisch zu der Familie Cucurbitaceae. Er zählt zu den größten Einzelfrüchten im Pflanzenreich. Botanisch korrekt zählt der Kürbis nicht zum Gemüse, sondern zu den Beerenfrüchten, genau wie Orangen, Bananen und Tomaten auch. Ihre Formen- und Farbvielfalt ist enorm, so wiegt der größte gezüchtete Kürbis über 570 Kg, wobei man solche Ergebnisse nur mit Tricks erreichen kann. Die Farben variieren von weiß über gelb und orange bis grün, ein reines blau gibt es nicht, jedoch ein grau-blau. Meist haben sie faseriges, carotinhaltiges, gelb- oder orangegefärbtes, süßliches Fruchtfleisch, das manchmal die 12-fache Menge an Carotin beinhaltet als Möhren.

Die Flaschenkürbisse gehören botanisch nicht zu den Cucurbita, sondern zu den Lagenaria.

Und die meisten Sorten gehören zu der Art Lagenaria siceraria. Mit wenigen Ausnahmen werden sie nicht für den Verzehr angebaut. In südeuropäischen Ländern werden Schlangenkürbisse als Gemüse verwendet, dies geht jedoch nur mit jungen Früchten, die noch sehr weich sind. Da es sehr viele verschiedene gute Speisekürbisse aus der Familie Cucurbitaceae gibt, verzichten wir auf die Möglichkeit des Verzehrs von Kalebassen.

 

Die Gattung Cucurbitaceae spaltet sich botanisch in mehrere Arten auf, Hauptarten sind :

Cucurbita pepo, der Gartenkürbis,

Cucurbita maxima, der Riesenkürbis,

Cucurbita moschata, der Moschuskürbis und

Cucurbita ficifolia, der Feigenblattkürbis.

 

Für den Haus- und Küchengebrauch ist diese botanische Einteilung jedoch absolut unzweckmäßig, vor allem weil man die Sorten den Arten durch vielfache Kreuzung kaum mehr zuordnen kann.

 

Besser ist die Einteilung in Zier- und Speisekürbisse, wobei viele Speisekürbisse auch eine Zierde sind. Für die Küche hat sich eine Einteilung der Speisekürbisse in Sommer- und Winterkürbisse bewährt.

Zu den Sommerkürbissen gehören alle Zucchiniarten.

Sie zeichnen sich durch folgende Merkmale aus : Sie wachsen schnell heran, sind klein bis mittelgroß, werden nicht so groß wie die Winterkürbisse, haben eine weiche Schale, weiche Kerne und helles, festes Fruchtfleisch. Sie werden in unreifem Zustand von Spätfrühling bis Anfang Herbst geerntet. Im Gemüsefach des Kühlschranks kann man sie 2-3 Tage aufbewahren. Zu den Winterkürbissen gehören alle Sorten mit harter Schale, zum Beispiel gelber Zentner, Uchi-Kuri,Butternut und Sweet Dumpling. Winterkürbisse brauchen zum Reifen mehr Zeit und Wärme als Sommerkürbisse und werden erst ab Frühherbst geerntet, wenn sie sich schwer anfühlen, die Schale dick und hart wird. Das Fruchtfleisch ist weicher, als das der Sommerkürbisse und zum Teil auch faseriger. Winterkürbisse können an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden und sind oft bis zum Frühjahr hinein haltbar.

halb Frucht - halb Mensch