Kürbisse aus dem eigenen Anbau


Saatgut läßt sich auch als Mischung kaufen, so können auch Hobbygärtner viele unterschiedliche Kürbisse ernten

Saatgut: Gleich vorab: Verwenden Sie keine Kürbiskerne aus eigener Zucht im nächsten Jahr zur Neuaussaat, sonst gibt es wunderliche Überraschungen. Kürbisse kreuzen sich miteinander, so das selten wieder die selben Sorten herauskommen. Das kann für die Zierkürbisse vielleicht interessant sein, bei den Speisekürbissen geht dies jedoch sehr zu Lasten der Qualität. Außerdem sind viele heutige Sorten F1-Hybriden, die sich nicht nachzüchten lassen.

 Tips zur Aussaat:

Der Kürbis, und insbesondere der Winterkürbis gehört zu den wärmebedürftigen Pflanzen, deshalb nicht vor den letzten Nachtfrösten pflanzen, oder vorsichtshalber mit einem Vlies abdecken. Da der Kürbis von der Aussat bis zum Pflanztermin etwa 3-4 Wochen Vorkultur benötigt, heißt das, das er etwa zwischen dem 15. und dem 25. April ausgesät werden sollte. Aussaaten nach Anfang Juni sind nicht mehr zu empfehlen. Bei der Aussaat steckt man die Kürbiskerne mit der spitzen Seite nach unten in die Erde, so das der Kern festsitzt, aber noch zu sehen ist. Am besten für die Aussaat geeignet sind Jiffytöpfe oder kleine, mit Erde befüllte, Einzeltöpfe (6 cm-Töpfe).

In jeden Topf sollte nur 1 Korn gesteckt werden. Eine Aussat ins Freiland ist möglich zwischen Anfang und Mitte Mai. Aber Vorsicht, nasser, kalter Boden ist der Kürbisse Tod, sollte der Boden noch nicht trocken und warm genug sein, so warten Sie besser 1 Woche, diese Woche holen Kürbisse

schnell wieder auf. Die Samen dabei etwa 1-2 cm tief legen. Hierbei besser 2 Korn pro Saatstelle. Nach der Aussaat stellt man die Töpfe an einen hellen und warmen Platz bei ca. 20-23° C. Ein Abdecken mit Folie oder ein kleines Anzuchthaus sind der Keimung sehr förderlich.

 

Kalebassen, das sind die Flaschenkürbisse, benötigen zur Keimung noch höhere Temperaturen. Es hilft, die Samen vor der Aussaat für 24 Stunden in lauwarmen Wasser vorzuquellen ( z.B. in nasse Watte und einen Gefrierbeutel verpacken und an einen Warmen Ort legen, geeignet sind z.B. Heizung, oder die Rückseite des Kühlschranks). Nach dem Vorquellen aussäen bei einer Temperatur von ca. 25° C. Vorquellen nach der beschriebenen Methode ist ebenfalls ratsam für alle großen und hartschaligen Kürbissamen, z. B. der Sorten Atlantic Giant oder Big Max.

 

Nach der Aussaat:

Etwa 1 Woche nach der Aussaat sind die Pflanzen gekeimt. Nach der Keimung sollte man die Pflanzen kühler stellen ( ca 18° ) und so hell wie möglich. Die Folie oder den Gewächshausdeckel sollte man jetzt entfernen. Haben die Pflanzen 4- 6 echte Laubblätter entwickelt, etwa 3 Wochen nach der Aussaat, können sie für eine Woche im Freiland abgehärtet werden. Nachdem die Pflanzen an einem geschützten Standort an das Freilandklima gewöhnt wurden, kommen sie an ihren endgültigen Standort.

 

Tips zur Pflanzung:

Der Platzbedarf der einzelnen Kürbisse ist sehr unterschiedlich, manche Sorten wachsen buschförmig, andere Sorten bilden Ranken von bis zu 5 m Länge. Am besten bewährt hat sich eine Pflanzung im Abstand von etwa 1m bis zu 1,5 m. Suchen Sie für die Pflanzung eine sonnige Stelle für die Kürbisse,

Halbschatten wird auch noch toleriert, Schatten ist jedoch zu vermeiden. Der Boden sollte gut vorbereitet und gelockert werden, am besten wird er mit Humus ( Kompost) verbessert. Kürbisse gehören zu den nährstoffbedürftigen Pflanzen, sie dürfen deshalb auf schlechter versorgten Böden mehrmals flüssig nachdüngen, oder einen Langzeitdünger einarbeiten. Vermeiden sie allerdings eine zu hohe Stickstoffdüngung, da die Pflanzen dadurch nur zuviel Laub aber zu wenige Früchte bilden. Giessen sollten Sie die Pflanzen nur während andauernder Trockenperioden.

 

Tips zur Ernte:

In der Erntereife unterscheiden sich die Kürbisse in Sommer- und in Winterkürbisse. Die Sommerkürbisse, Zucchini gehören dazu, werden in unreifem Zustand geerntet, sie schmecken klein auch besser als wenn man sie groß werden läßt. Die Ernte beginnt schon im Frühsommer und zieht sich bis zum Herbst hin. Wichtig : Schneiden Sie nicht verwendbare Sommerkürbisse aus, da sie sonst der Pflanze die Kraft für neue Früchte nehmen. Die ersten Winterkürbisse kann man etwa Ende August ernten. Die Früchte sollten ausgereift sein, die Schale sollte sich hart anfühlen und die sortentypische Frabe haben. Am besten erkennt man die Reife am Stielansatz. Er sollte hart und trocken sein. Lassen Sie bei der Ernte immer ein Stück vom Stiel am Kürbis, er hält dann besser. Vor den ersten Nachtfrösten sollten Sie alle Kürbisse pflücken, sonst sind sie dahin. Lagern Sie die Früchte kühl und trocken, aber

frostfrei. Reif geerntete und gut gelagerte Kürbisse sind bis zum Frühjahr lagerfähig.

aus dem Leben der Kürbisse

Familie mit Schwiegermutter